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Mehr Frauen in die Forschung: GIRLS‘ DAY am IMBA

Mehr als 60 Schülerinnen besuchten heute im Rahmen des Girls‘ Day 2019 das IMBA- Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Gemeinsam mit Bundesminister Heinz Faßmann schnupperten sie einen Tag „Forscherluft“ und diskutierten über das spannende und gleichzeitig herausfordernde Leben der Frauen in der Wissenschaft.

Es gibt zahlreiche erfolgreiche Frauen in Wissenschaft und Forschung, zum Beispiel Katie Bouman: Um das erste Foto eines schwarzen Loches zu schießen, brauchte es – neben 200 engagierten MitarbeiterInnen – vor allem einen speziellen Algorithmus, der von der 29-jährigen Informatikerin Katie Bouman entwickelt wurde. Neben dem Bild des Jahres geht nun auch ihre Geschichte um die Welt. Ihre Leidenschaft für bildgebende Verfahren wurde bereits in der Schulzeit entfacht, wie Medien berichteten.

Auch am Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) in Wien arbeiten rund 220 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 39 Nationen an spannenden Themen wie Stammzellforschung oder Zellbiologie. Die Hälfte davon sind Frauen. Am heutigen Girls´ Day berichteten Astrid Hagelkrüys, Nina Corsini und Jasmin Taubenschmid, was ihr Interesse an der Molekularbiologie geweckt hat, wie sich ein Forscherinnen-Leben als Mutter von drei Kindern gestaltet und über die nächsten Schritte ihrer Forschungskarriere im Ausland. Mit ihnen am Podium diskutierte Bundesminister Heinz Faßmann.

„Wir wollen mehr Mädchen für Mint-Fächer begeistern – nicht aus einer gesellschaftspolitischen Missionierung heraus, sondern weil wir wissen, dass in diesem Bereich Leute gesucht werden, dass es wenig Arbeitslosigkeit gibt, gute Löhne bezahlt werden und die Aufstiegschancen prächtig sind“, so Faßmann, „die Politik kann auf die Studienwahl einwirken, in dem wir Informationen weitergeben, Mut machen, Rollenbilder aufbrechen und Vorbilder – wie etwa die drei Forscherinnen - vor den Vorhang holen.“

Neben den Einblicken in das Leben dieser erfolgreichen und international anerkannten Forscherinnen konnten die Schülerinnen am Girls‘ Day dann auch selbst Hand anlegen: Das Vienna Open Lab organisierte Mitmach-Stationen, bei denen die Schülerinnen ihre eigene DNA extrahieren und sogenannte Organoide, Mini-Organmodelle aus menschlichen Stammzellen, betrachten konnten.
Jürgen Knoblich, Hausherr und wissenschaftlicher Direktor des IMBA, freute sich, dass viele interessierte Schülerinnen der Einladung ans IMBA gefolgt sind. „Felder wie Systembiologie oder Stammzellforschung bilden die wichtige Basis für eine moderne Medizin und entwickeln sich durch die neuen Technologien rasend schnell. Durch diese ungeheure Dynamik wiederum entstehen laufend neue Tätigkeitsfelder und kreative Ansätze. Aus meiner Sicht ist daher eine Karriere in der Forschung ein absoluter Zukunftsjob“, so Knoblich.

Rückfragen und Kontakt
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