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Sustainability Awards für österreichische Hochschulen zum 6. Mal vergeben!

Nachhaltigkeitsministerin Köstinger und Bildungs- und Wissenschaftsminister Faßmann vergeben Auszeichnungen an besonders nachhaltige Projekte österreichischer Hochschulen.

(BMNT, Wien, 07.06.2018) Heute, Donnerstag,  übergaben Bundesministerin Köstinger und Bundesminister Faßmann in Anwesenheit vieler Prominenter aus Wissenschaft und Forschung, Politik und Kultur die Sustainability Awards 2018. Diese Auszeichnung, die seit 2008 alle zwei Jahre vergeben wird, holt Nachhaltigkeitsinitiativen österreichischer Hochschulen vor den Vorhang.

Was unter Nachhaltigkeit im wissenschaftlichen Kontext verstanden wird und welche Beiträge die Hochschulen dazu leisten, skizzierten die Minister in ihren Reden. Köstinger : „Die Erhaltung einer sauberen und nachhaltigen Umwelt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit, die zugleich viele Chancen bringt: Durch Klimaschutz und die Umstellung unseres Energiesystems auf erneuerbare Energien gehen wir einen großen Schritt in Richtung Energieautarkie und sorgen gleichzeitig für Wirtschaftswachstum durch „green jobs“. Nachhaltigkeit ist aber  nicht nur ein  Umwelt- und Wirtschaftsthema“, so Köstinger. „Es geht auch um Ausbildung, um Forschung, um Innovation. Nur so können wir die Aufgaben bewältigen, vor die uns der Klimawandel stellt.“ ,

Bundesminister Faßmann erläuterte diese Komplexität näher: „Die aktuellen globalen und lokalen Herausforderungen in der Nachhaltigkeit sind stark voneinander abhängig. Wenn man an der ökologischen Schraube dreht, kann es negative soziale oder auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Es gibt daher meist keine einfachen und schnellen Lösungen. Eine erfolgreiche Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung kann daher diese Herausforderungen nicht einzeln und isoliert bearbeiten, sondern berücksichtigt die Komplexität, kulturelle Unterschiede, etwaige Konflikte von Zielen und Interessen etc.“

Acht Preisträgerprojekte
Vergeben werden die Sustainability Awards in acht Kategorien, wobei es jeweils erste, zweite und dritte Plätze gibt. Einreichen kann jede österreichische Hochschule. Eine Besonderheit sind hochschulübergreifende Einreichungen, in diesem Jahr 12. Aus den insgesamt 76 Einreichungen von 26 verschiedenen Hochschulen wurden im Vorfeld von einer prominenten Jury folgende acht als besonders preiswürdig erachtet:

 

  • Der Universitätslehrgang „Global Citizenship Education“ an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt,
  • das „Agricultural Risk Information System“ der Universität für Bodenkultur,
  • das hochschulübergreifende interdisziplinäre Wissenschafterinnennetzwerk WISIA,
  • die Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung des Kinderbüros der Universität Wien,
  • das Musikprojekt „Zusammenkläge-Musizieren mit Flüchtlingen“ der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien,
  • die hochschulübergreifende Nachhaltigkeitsbewertung von wissenschaftlichen Publikationsorganen „S-Factor“,
  • „SolPol“, ein hochschulübergreifendes Projekt zu Solarenergietechnologien auf Basis von Polymerwerkstoffen sowie
  • „Sunderpur Housing“, ein Bauprojekt für Leprakranke in Indien von BASEhabitat der Kunst Universität Linz.

Köstinger: „Einerseits fungieren Hochschulen als Impulsgeber zur Lösung praktischer Probleme und andererseits als Plattformen zur Verbreitung von Wissen und Fertigkeiten. Zusätzlich verbinden sie unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander und sind damit wertvolle Begegnungsstätten und Knotenpunkte für die gesellschaftliche Integration.“

Blick auf 2020
Ein nächster Durchgang des Awards ist für 2020 geplant. Minister Faßmann verwies in seinen Dankesworten auf UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon: „Ich lade Sie alle ein, sich weiterhin mit Konsequenz, Kreativität und Engagement der „übergeordneten Herausforderung des 21. Jahrhunderts“ laut Ban Ki-Moon, nämlich dem Erreichen einer nachhaltigen Entwicklung - zu widmen!“ Ministerin Köstinger verwies auf die wesentliche Rolle der Politik in der Gestaltung der Rahmenbedingungen: „Gemeinsam mit den anderen Ministerien werden wir uns im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus auch weiterhin einsetzen, die dafür notwendigen politischen Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Zeitgerecht zur Veranstaltung erschien eine Broschüre auf Deutsch und Englisch, in der alle Einreichungen beschrieben sind.


Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus
Daniel Kosak
Pressesprecher der Bundesministerin
+43 1 71100 - DW 606918
daniel.kosak@bmnt.gv.at
http://bmnt.gv.at