FTI Paket


Erarbeitung einer FTI-Strategie 2030
Da der Wirkungszeitraum der aktuellen FTI-Strategie mit 2020 endet, wird  eine neue Strategie, basierend auf den Prinzipien Exzellenz und Wettbewerb sowie Impact und Offenheit, erarbeitet. Diese wird unter anderem auf den Erkenntnissen des laufenden FTI-Review der OECD aufbauen. Die Vorbereitung erfolgt  unter gezielter Einbindung wesentlicher Stakeholder und im Austausch mit den Bundesländern.
 

Exzellenzinitiative
Wie im Regierungsprogramm angekündigt und von den Räten (Wissenschaftsrat, Rat FTE und ERA Council) vorgeschlagen, wird eine Initiative zur Stärkung und Weiterentwicklung der kompetitiven Grundlagenforschung in Österreich etabliert, um Spitzenforschung zu fördern. Mit dieser Initiative, die auf Wettbewerb nach internationalen Standards setzt,  soll das gesamte Wissenschaftssystem aktiviert werden. Ziel ist es, disziplinären Engführungen durch inter- und transdisziplinäre Zugangsweisen entgegenzutreten, durch Vernetzung und Kooperation Exzellenzpotenzial der nationalen Forschungseinrichtungen zu erschließen und Exzellenzfelder an der Schnittstelle zwischen etablierten und neu entstehenden Forschungsfeldern zu entwickeln.
Dadurch soll der österreichische Forschungsraum für  hervorragende Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus dem In- und Ausland noch attraktiver gestaltet und die gesellschaftliche und wirtschaftliche Wirkung von Forschung gesteigert werden. Durch die nachhaltige Förderung erkenntnisgeleiteter Spitzenforschung gilt es, das Wissens- und Humankapital aufzubauen, welches  eine Grundlage für progressive Innovationsdynamik für Wirtschaft und Gesellschaft bildet.
 

Forschungsfinanzierungsgesetz
Österreich verfügt heute über ein ausdifferenziertes System an Forschungs- und Forschungsförderungseinrichtungen, das das gesamte Spektrum von Forschung, Entwicklung und Innovation abdeckt. Durch verschiedene Maßnahmen der vergangenen Jahre konnten die Anzahl vorhandener Einrichtungen verringert und Aufgabenprofile geschärft werden, wie die Gründung von FFG und AWS oder die Strukturreformen bei FWF, ÖAW und AIT zeigen. Demgegenüber änderten sich jedoch die grundsätzlichen Rahmenbedingungen für die Finanzierung dieser Einrichtungen nur wenig, sodass ein wesentlicher Aspekt der Steuerung weiterhin sehr komplex und daher nicht so effizient wie möglich und nötig ist.
 

Zusammenlegung der Räte RFTE, ÖWR und ERA-Council Forum
Wie im Regierungsprogramm angekündigt soll eine Zusammenlegung des Rates für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE), des Wissenschaftsrates (ÖWR) und des ERA Council Forums erfolgen. Aus der Synthese dieser drei Gremien wird nach internationalem Vorbild ein neues Beratungsgremium der Bundesregierung, ergänzt um volkswirtschaftliche Kompetenz, eingerichtet werden.
 

Forschungsförderungsdatenbank
In seinem am 24. Juni 2016 veröffentlichten Bericht über die Forschungsfinanzierung in Österreich regt der Rechnungshof die Einrichtung einer einheitlichen Datenbank an. Im Auftrag des BMVIT und BMBWF wurde vom Rat FTE eine Machbarkeitsstudie zur Einrichtung einer Forschungsförderungsdatenbank und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchgeführt. Auf Basis dieser Studie empfahl der Rat FTE die Einrichtung einer gesamtösterreichischen Forschungsförderungsdatenbank. Diese soll eine umfassende und transparent nachvollziehbare Dokumentation der gesamten Forschungsförderung des Bundes und der Länder in einer einheitlichen, öffentlich abrufbaren Datenbank gewährleisten.