Forschungsfinanzierung

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Österreich

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung haben sich in Österreich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt. Im Jahr 2015 wurden gemäß F&E-Vollerhebung der Statistik Austria über 10,499 Mrd. € investiert. Somit stiegen seit der letzten Vollerhebung 2013 die F&E-Ausgaben um +10%, seit 2011 um + 27%. Österreich weist ein differenziertes und breit angelegtes Förderungssystem auf, das den Aufholprozess Österreichs äußerst erfolgreich mit initiiert, begleitet und vorangetrieben hat und das von der indirekten (steuerlichen) Förderung über themenoffene Bottom-up-Antragsförderung bis zu Top-down definierten thematischen Programmen reicht.

Die Forschungsfinanzierung durch den öffentlichen Sektor und hier v.a. durch den Bund steigt nach den der Statistik Austria vorliegenden Informationen über die Entwicklung der F&E-relevanten Budgetanteile und weiterer F&E-Fördermaßnahmen mit einem Plus von 5,2% bzw. 5,5% überproportional an und wird im Jahre 2017 voraussichtlich 4,08 Mrd. Euro (Bund 3,44 Mrd. Euro) betragen, was einem Anteil von 36% der gesamten F&E-Ausgaben entspricht. Der Bund ist mit einem Anteil von 30,4 % der gesamten F&E-Ausgaben die wichtigste öffentliche Finanzierungsquelle. Den größten Finanzierungsanteil von 48,2 % trägt jedoch mit 5,5 Mrd. Euro der Unternehmenssektor, das Ausland finanziert mit geschätzten 1,74 Mrd. Euro rund 15% der gesamten F&E-Ausgaben.

Die F&E-Ausgaben des öffentlichen Sektors haben wesentlich dazu beigetragen, während der Krisenjahre das Niveau der Forschungsfinanzierung nicht nur zu halten, sondern sogar zu steigern. Nach einer Phase des relativen Rückgangs der Forschungsfinanzierung durch den Unternehmenssektor erreicht der Finanzierungsanteil 2017 wieder über 48%, liegt jedoch mit einem Zuwachs gegenüber 2016 von +3,1% etwas hinter der prognostizierten nominellen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts (+3,3 %). Gemeinsam mit der ausländischen F&E-Finanzierung, die zumeist von Unternehmen stammt, ergibt sich für das Jahr 2017 ein Anteil von beinahe 63% aus privater Hand.