„Vereinbarkeit 4.0 – Neue Wege für familiengerechte Hochschulen?“

Auf der vierten Jahrestagung der Hochschulinitiative „Familie in der Hochschule“ am 14. September 2017 an der TU Wien unterzeichneten weitere 13 Hochschulen die Charta „Familie in der Hochschule“. Der Zusammenschluss zählt nun 101 Mitgliedseinrichtungen. Unter den Unterzeichnenden  waren in diesem Jahr weitere vier Hochschulen aus Österreich. Diesjährige Jahrestagung, fand zum ersten Mal n der Geschichte des Clubs nicht in Deutschland statt.

Die Vereinbarkeitsbeauftragte der TU Wien - der einladenden Hochschule -, Ewa Vesely dazu: "In diesem Jahr ist es uns gelungen die Jahrestagung des Best Practice-Clubs "Familie in der Hochschule" an die TU Wien zu holen, was mich als Angehörige dieser Universität besonders freut. Das Interesse der österreichischen Universitäten an dieser Tagung lässt hoffen, dass immer mehr österreichische Hochschulen motiviert sind im internationalen Best Practice Club mitzuwirken und konsequent bedarfsorientierte Maßnahmen für die Vereinbarkeit von Familie und Wissenschaft oder Beruf gemeinsam zu entwickeln. Die entsprechenden nationalen Rahmenbedingungen, insbesondere das österreichische interuniversitäre Netzwerk UniKid-UniCare Austria, die Gleichstellungspläne und die Möglichkeit, Vereinbarkeitsbeauftragte an jeder Universität zu etablieren, wirken hierfür unterstützend und sichern die Nachhaltigkeit der Maßnahmen.“

2017 titelte die Tagung „Vereinbarkeit 4.0 – Neue Wege für familiengerechte Hochschulen?“ und setzte sich mit den Chancen und Herausforderungen auseinander, die Mobilität und Digitalisierung für die Familienorientierung von Hochschulen bedeuten. Neue Arbeitsformen und die Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort gelten bereits jetzt als wesentlicher Bestandteil der neuen Vereinbarkeit und lösen die Grenze zwischen der Familienaufgaben und Arbeitswelt bzw. Studium mehr und mehr auf.
Der zweite Veranstaltungstag war den Clubmitgliedern vorbehalten, die sich mit anstehenden strategischen Fragen auseinandersetzen. In diesem Jahr wurde neben der inhaltlichen Bearbeitung, insbesondere der Bereiche Mutterschutz, Gesundheitsförderung, familienorientierte Studienbedingungen und Internationalisierung auch die Organisation der Zusammenarbeit der inzwischen großen Anzahl der Mitglieder diskutiert. Die Hochschulinitiative verfügt bereits über weitreichende Erfahrungen, wie Digitalisierung und guten Routinen eine enge kollegiale Zusammenarbeit befördern. Damit kann der Best Practice-Club „Familie in der Hochschule“ selbst als gutes Umsetzungsbeispiel für eine orts- und zeitunabhängige Arbeitsweise stehen.

Die Charta „Familie in der Hochschule" wurde im Januar 2014 veröffentlicht und setzt hohe Maßstäbe zur Familienorientierung. Die Hochschulleitungen bringen mit der Unterzeichnung der Charta ihr Engagement und ihre Verantwortung für mehr Familienorientierung an ihrer Hochschule zum Ausdruck und vernetzen sich im Best Practice-Club „Familie in der Hochschule“. Sie verstehen sich als Vorreiter_innen bei der gesellschaftlichen Entwicklung hin zu mehr Familienorientierung und Wertschätzung von Vielfalt. Sie sehen Familienorientierung als Teil des Hochschulprofils und stehen zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Bildungs- und Lebensorte, an denen die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit Familienaufgaben gelebt wird und selbstverständlich ist.

Die Charta „Familie in der Hochschule“ wird als Strategieentwicklung zu einer nachhaltigen Chancengerechtigkeit und Familienorientierung in der Wissenschaft vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) unterstützt.

Weitere Informationen:
http://www.familie-in-der-hochschule.de

Fragen von Interessierten Österreichischen Universitäten beantworten folgende Personen: