Anlagen, die der Aufsicht des BMBWF unterliegen

  • Forschungsreaktor
    • In Österreich ist derzeit ein Reaktor an Universitäten in Betrieb, nämlich ein TRIGA Mark-II Reaktor am Atominstitut der Technischen Universität Wien. Beim TRIGA-Reaktor handelt es sich um einen reinen Forschungsreaktor des Swimmingpool-Typs, der für die Ausbildung, Forschung und Isotopenproduktion eingesetzt wird. Der Reaktor ist seit 1962 in Betrieb. Betreiberin und Bewilligungsinhaberin ist die Technische Universität Wien.
      Die ÖAW betreibt keinen Forschungsreaktor.
      Nähere Informationen zum Forschungsreaktor finden Sie unter https://ati.tuwien.ac.at/startseite/
       
    • Teilchenbeschleuniger an Universitäten: Derzeit sind folgende Anlagen an Universitäten in Betrieb:
      • VERA (Vienna Environmental Research Accelerator) ist eine Anlage für Beschleuniger-Massenspektrometrie der Gruppe Isotopenforschung und Kernphysik an der Fakultät für Physik der Universität Wien. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Wien
      • Teilchenbeschleuniger (Van-de-Graaff Beschleuniger) zur Erzeugung von Ionenstrahlen (H, He, ...) mit Energien zwischen 50 keV und etwa 700 keV) am Institut für Experimentalphysik an der Universität Linz. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Linz.
      • Ionenimplantationsanlage (bis 400 kV) am ZONA (Zentrum für Oberflächen- und Nanoanalytik) an der Universität Linz. Bewilligungsinhaberin ist die Universität Linz.
      • Elektronen – Linearbeschleuniger an der Universitätsklinik für Kleintiere und Pferde. Bewilligungsinhaberin ist die Veterinärmedizinische Universität.
      • Die ÖAW betreibt keine Teilchenbeschleuniger.
         

Gemäß § 41 StrSchG ist das BMBWF auch für Geräte zuständig die den oben angeführten Anlagen zuordenbar sind, insbesondere auch aufgrund des gemäß § 20 Abs. 4 an der Universität zu erlassenden Organisationsplans. § 41 Abs. 3 StrSchG besagt: “Sind für Teile einer Anlage mehrere Behörden in erster Instanz zuständig, so ist für die gesamte Anlage die jeweils oberste Behörde in erster Instanz zuständig.” D.h. über die sonst in die Zuständigkeit des Landeshauptmanns fallenden Geräte hat auch in diesem Fall das BMBWF die Aufsicht. Das sind beispielsweise derzeit

  • an der TU Wien: Isotopenlabor und Röntgenanlagen am Atominstitut;
  • an der Universität Wien: radioaktive Stoffe und Quellen; an der Universität Linz: radioaktive Quellen;
  • an der Veterinärmedizinischen Universität Wien: Röntgenanlagen