Kinderuniversitäten

Das Konzept

Kinder- und Jugenduniversitäten laden Kinder und Jugendliche in ganz Österreich ein, Hochschulen zu erleben, mit allem was dazugehört: Sie besuchen Vorlesungen, Camps, Workshops und Seminare in den Hörsälen, Laboren und Seminarräumen der beteiligten Hochschulen. Die „Studierenden“ der Kinder- und Jugenduniversitäten erhalten dazu ihren persönlichen Studienausweis und ein Studienbuch, schreiben Artikel für die Uni-Zeitung, machen Uni-Fernsehen oder Radiobeiträge und nehmen an einer Sponsion teil.
Zusätzlich gibt es interaktive Angebote, damit sich Kinder und Jugendliche in ihrem gewohnten Umfeld, z. B. in Parks oder Jugendzentren, über Hochschulen sowie über Wissenschaft und Forschung informieren können.

Kinder- und Jugendunis in Österreich und Europa

Die Junge Uni Innsbruck startete 2001 die erste Kinder- und Jugenduni im deutschsprachigen Raum. Seither sind Österreichs Universitäten im Sommer fest in Kinderhand. Und es werden immer mehr - von 14.000 Kindern im Jahr 2008 stieg die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf jährlich rund 36.000.
Besonders erfreulich ist, dass Österreich auch europaweit eine Vorreiterrolle einnimmt und die Idee der Kinder- und Jugenduniversitäten mittlerweile zahlreiche Länder erobert hat. So bieten europaweit über 100 Hochschulen spezielle Aktivitäten für Kinder und Jugendliche an. Weltweit beteiligen sich geschätzte 14.000 Forschende aus 40 Ländern an Kinder- und Jugenduniversitäten, wovon etwa 530.000 Kinder und Jugendliche profitieren.
Zur stärkeren Vernetzung der europäischen Initiativen führt das Kinderbüro der Universität Wien operativ die Geschäftsstelle des internationalen Netzwerks EUCU.NET (European Children's Universities Network).

Förderung durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Seit mehreren Jahren unterstützt das BMBWF im Rahmen der Maßnahmen zur Frühförderung des wissenschaftlichen Nachwuchses Kinder- und Jugenduniversitäten und Awareness-Initiativen, die Kindern und Jugendlichen die Welt der Wissenschaft nahebringen und einen Zugang zu Hochschulen ermöglichen. Mit diesen Maßnahmen zielt das BMBWF darauf ab, nachhaltig wirksame Impulse für die spätere Ausbildungs- und Berufswahl der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu geben. Eine wichtige Säule des Programms ist Inklusion, weshalb darauf geachtet wird, Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Schichten sowie Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund anzusprechen.